Geleitwort

Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau  


Cordelia Kopsch

„Pläne kommen zum Ziel, wenn man sich recht berät“. So lautet das Motto unseres „Prozesses zur Entwicklung von Prioritäten und Posterioritäten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau“.
Es entstammt der biblischen Weisheitsliteratur (Sprüche Salomos Kap. 20, 18). Dort sind vielfältige und wichtige Lebenserfahrungen wiedergegeben, die die Menschen über Generationen gesammelt haben.

Ziel unserer Pläne – ob als ehrenamtlich oder hauptberuflich tätige Mitglieder – ist eine Kirche, die lebendig ist, die für alle offen ist, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.
Dazu muss sich die Kirche immer wieder neu auf die Gegebenheiten der Zeit einstellen. Sie muss immer wieder neu nach ihrem Auftrag fragen. Sie muss immer wieder neu auf Veränderungen ihres Umfeldes reagieren.
Durch den Blick in die Zukunft wollen wir Kraft gewinnen für notwendige Entscheidungen in der Gegenwart: Wie sollte unsere Kirche im Jahre 2025 aussehen? Wie kann sie unter veränderten Bedingungen ihre wesentlichen Aufgaben erfüllen?

Alle sind gefragt, denen unsere Kirche am Herzen liegt – ob jung oder alt, kirchennah oder kirchenfern. Es können Bilder von einer Kirche der Zukunft entwickelt, geschildert und – hier vorläufig noch virtuell – in den Diskussionsprozess eingebracht werden.
Zum Ziel kommt man, wenn man sich gut berät.
Zur guten Beratung gehört heute auch der Austausch über das Internet. Gleichzeitig finden in der EKHN Beratungsgespräche in allen Regionen des Kirchengebietes statt. Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Lebensverhältnissen bringen dort ihre Bilder von Kirche ein.
Diese Vorstellungen werden dann sorgfältig bedacht und später in die Beratungen unserer Kirchensynode eingebracht.

Immer geht es um die konkrete Gestaltung unserer Landeskirche im Blick auf ihre erste Aufgabe, allen Menschen das Evangelium von Jesus Christus weiterzugeben.
Gut beraten durch viele Menschen in verschiedenen Situationen kommen unsere Pläne auch zum Ziel. Schon deshalb, weil viele sich von der Bibel recht beraten wissen.
Möge Gottes guter Geist unsere Phantasie bereichern und viele gute Gedanken zur künftigen Gestaltung der Kirche freisetzen.

Danken möchte ich sehr herzlich allen Verantwortlichen, die mit dem Aufbau und der Pflege dieser Internetseiten betraut sind.
Danken möchte ich all denen, die sich hier mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen, die allein oder gemeinsam mit anderen nach der Zukunft unserer Kirche fragen und sich für ihre Weiterentwicklung engagieren.

Darmstadt, im Juni 2006