Projekt "Perspektive 2025"

Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung
geben die Bedingungen vor

Feuertheatergruppe
Geistliches Leben - wie wird es in Zukunft aussehen?
Quelle: Jens-Markus Meier

Sinn der Kirche ist es, auch in Zukunft den Menschen den Glauben an die Liebe Gottes und die Hoffnung auf ein befreites Leben ans Herz zu legen. Jetzt hat jeder die Möglichkeit darüber nachzudenken, wie dies die Kirche in Zukunft besonders erfolgreich tun kann. Allerdings sind große Vorhaben von bestimmten Rahmenbedingungen abhängig. So steht fest, dass die evangelische Bevölkerung aus demographischen Gründen im hessen-nassauischen Kirchengebiet abnimmt. Somit sinken auch die damit verbundenen Kirchensteuer-Einnahmen.
 

Anzahl der Kirchenmitglieder nimmt ab

Diagramm Anzahl der Kirchenmitglieder
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Die demografische Entwicklung ist gut vorhersehbar und führt dazu, dass der EKHN im Jahr 2025 etwa 300.000 weniger evangelische Kirchenmitglieder angehören, insgesamt wären es dann 1,5 Millionen Mitglieder. Die Kirche hat allerdings die Möglichkeit, neue Mitglieder zu erreichen und aktuelle Mitglieder zu binden. Die zentrale Frage lautet folglich: Was kann die Kirche tun, damit sie ihre Mitglieder nicht verliert und neue hinzukommen?
Zu bedenken ist, dass der demographisch verursachte Mitgliederschwund nicht ganz ausgeglichen werden kann, selbst wenn verstärkt Menschen in die evangelische Kirche eintreten würden. Somit ist die Kirche vor die gleichen Herausforderungen gestellt, wie die Gesellschaft.


Einnahmen sinken

Diagramm Entwicklung Kirchensteuereinnahmen
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Neben den sinkenden Kirchenteuereinnahmen, die durch eine geringer werdende Anzahl von Kirchenmitgliedern bedingt ist, ist die Zukunft der Kirche außerdem von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Diese ist in den letzten Jahren nur durch geringe Wachstumsraten gekennzeichnet gewesen. Auch wenn vorübergehend höhere Wachstumsraten erzielt werden sollten, will die Kirche für die längerfristige Planung hier eher eine pragmatisch-vorsichtige Prognose zugrunde legen.
Im Jahr 2025 wird die EKHN gegenüber dem Jahr 2006 voraussichtlich etwa 63 Millionen Euro weniger Kirchensteuereinnahmen zur Verfügung haben. Damit verringern sich die Einnahmen pro Jahr um 3,5 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1 Prozent entspricht.
Wenn man den Zeitraum bis 2025 ins Auge fasst, dann bedeutet dies im Vergleich zu 2006 immerhin etwa 20 Prozent weniger an Kirchensteuereinnahmen. .Die in den letzten Jahren geübte Praxis der Einsparung durch Optimierung, Verringerung der Sachkosten und der Kürzungen nach dem „Rasenmäher-Prinzip“ stößt nun an ihre Grenzen. Es stellt sich nun die Frage, welche kirchlichen Leistungen, die aus heutiger Sicht notwendig sind, in Zukunft nicht mehr Erfolg versprechend sein werden.

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