12. März 2007

Szenarien zeigen Tendenzen für die Zukunft auf

Regionen sollen gestärkt, Leitung und Verwaltung klar strukturiert sein und das evangelische Profil soll deutlicher werden


Der Abschlussbericht und die Empfehlungen an die Kirchenleitung sind fertiggestellt. Ein paar große Linien zeichnen sich ab und sie sind in allen drei entwickelten Szenarien sehr ähnlich.
Zum einen verlangen alle Visionen für die EKHN im Jahr 2025 eine Stärkung der Regionen, also der Dekanate, sowie klare Leitungs- und Verwaltungsstrukturen. Auch die Profilierung "Evangelische Kirche" ist verlangt. Die Kirche wird sich jedoch, und da ist man sich auch einig, in den unterschiedlichen Lebensräumen der Mitglieder unterschiedlich entwickeln. In den Städten können größere Gemeinden entstehen, in denen "Teams" aus unterschiedlichen Professionen zusammenarbeiten.
Auf dem Land, im Vogelsberg beispielsweise, ist das anders. Unterschiedliche Lebenswelten brauchen unterschiedliche Gemeindeformen, so lautet die Formel. Es wird also langfristig zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen kommen. Dies ist deutlich zu erkennen und gewollt.

Ebenfalls besteht Konsens darin, dass die Berufe in der Kirche in wesentlich stärkerem Maß theologisch qualifiziert werden müssen. "Wo evangelisch drauf steht, soll auch evangelisch drin sein", lautet einer der prägenden Sätze.
Im Pfarrdienst soll eine stärkere Konzentration auf die Kernkompetenzen stattfinden und die Gegensätze von parochialen und funktionalen Diensten sollen abgebaut werden.
Eines ist jedoch jetzt schon deutlich geworden in dem bisherigen Prozess Perspektive 2025. Vieles von dem, was jetzt auf der Agenda steht, wird schon lange in der EKHN gedacht und diskutiert. Durch die gegenwärtigen Debatten und die Evaluation der Dekanatsstrukturreform wird die Stärkung der Mittleren Ebene bestätigt. Die Vorlage für die Synode wird unter www.perspektive-2025.de veröffentlicht, sobald sie die Kirchenleitung beschlossen und den Synodalen zur Vorbereitung zugesandt hat.

Pfarrer Dietmar Burkhardt