24. November 2006

Schwerpunkte im Prioritätenprozess „Perspektive 2025“ haben sich herauskristallisiert

Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten präsentierte den Sachstandsbericht

Um drei Punkte kristallisieren sich die Äußerungen zur Zukunft der Kirche der Beteiligten, die mit ihren Ideen an dem Projekt „Perspektive 2025“ der EKHN teilgenommen haben.  In einem Sachstandsbericht erläuterte Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der EKHN, auf der gegenwärtig tagenden Synode der EKHN, was bisher unternommen wurde und welche künftigen Schritte notwendig sind. Ziel des Projektes ist es, ein tragfähiges Zukunftssenario zu entwickeln, auf das die EKHN schrittweise hin entwickelt werden soll.
Bei den bereits durchgeführten Veranstaltungen in den Propsteien, den Beiträgen im Internet unter www.perspektive-2025.de und den Sitzungen der Steuerungsgruppe wurde deutlich, dass sich die Äußerungen der Beteiligten um diese drei Fragestellungen  gruppierten:

  1. Das kirchliche Leben in der Gemeinde: Ein Teil der Vorschläge sieht die bestehende Ortsgemeinde als attraktivste FormAndere Beteiligte forderten, ein offeneres Kirchenverständnis in den Blick zu nehmen.


  2. Gestaltung der Kirche in der Region: Grundsätzlich erfuhr die bisher erreichte Stärkung der Kirche in der Region Zustimmung, dennoch wurden auch Punkte angesprochen, die zu verbessern sind – so soll beispielsweise die Verständigung zwischen den verschiedenen Ebenen und Personen über inhaltliche Ziele der Arbeit verstärkt werden.


  3. "Kirche anders": Hier stehen missionarische Aktivitäten im Vordergrund, Schwerpunkte in Ausbildung und Vermittlung theologischer Inhalte, Mitgliederorientierung, Öffentlichkeitsarbeit, „Kampagnenfähigkeit“, den Mut, schneller und flexibler bei aktuellen Anlässen zu handeln.

Von dem bisher Erreichten zeigte sich Cordelia Kopsch zufrieden: „An der Basis wird das Projekt `Perspektive 2025´ gut akzeptiert. Die Menschen sehen im Reformprozess wichtige Schritte für die Zukunft.“ In ihrem Vortrag betonte die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten außerdem, dass die EKHN sich mit Perspektiv- und Veränderungsprozessen andere Landeskirchen und der EKD austausche. „Der weitere Kontakt zum von der EKD angeregten Diskussionsprozess um das Impulspapier `Kirche der Freiheit´ ist gegeben durch die Teilnahme von sieben Personen am Zukunftsprozess der EKD im Januar 2007.“ Auch mit weiteren Reformprozessen innerhalb der EKHN werde das Projekt vernetzt.

Die weiteren Schritte
Cordelia Kopsch skizzierte weiterhin die folgenden Schritte: Momentan erarbeiten drei Gruppen Szenarien, die auch die Themen „Gemeinde“, „Kirche in der Region“ und „Kirche anders“ aufgreifen. Auf der Strategiekonferenz am 19. und 20. Januar 2007 werden die Leitungsgremien die Ergebnisse dieser Arbeit einschätzen und die weitere Arbeit verabreden. Auf der Synode im Frühjahr sollen Richtungsentscheidungen für die weitere Entwicklung der EKHN möglich sein.  

Rita Deschner