20. September 2006

Perspektive 2025: Wie geht es weiter?

Widersprüchliche Visionen


"Die Propsteiversammlungen sind beendet, die kirchenleitenden Gremien haben sich über den bisherigen positiven Verlauf informiert und die weiteren Schritte abgesteckt. Nun beginnen in den nächsten Wochen die drei Szenariogruppen mit ihrer Klausurarbeit. Sie haben die Aufgabe, jeweils ein ganzheitliches Kirchenbild der Zukunft zu entwickeln. Dazu nutzen sie alle Ergebnisse aus den Propsteikonferenzen und von der Internetseite www.perspektive2025.de. Sie haben keine leichte Aufgabe, denn die Zukunftsvorstellungen sind sehr vielfältig und oft widersprüchlich. Da gibt es Voten, die die Abschaffung der Evangelischen Landeskirchen und an ihrer Stelle eine starke EKD fordern. Andere backen kleinere Brötchen und wünschen "nur" die sofortige Fusion mit der Evangelischen Kirche in Kurhessen und Waldeck.


Szenariogruppen beginnen ihre Arbeit

Natürlich gibt es auch das entgegengesetzte Votum, nämlich alle übergemeindlichen und gesamtkirchlichen Institutionen abzuschaffen und die EKHN in Zukunft nur noch ein lockeres Netzwerk von Ortsgemeinden sein zu lassen.
Für die Szenariogruppen wird es nicht leicht sein in ihren Klausurtagungen zu klaren Ergebnissen zu kommen. Immerhin können sie sich Fachleute aus allen ihnen notwendigen Bereichen heranziehen, die ihnen die Hintergrundinformationen, beispielsweise aus den Bereichen Finanz- oder Personalentwicklung, liefern können.


Es entscheidet die Synode

Das weitere Verfahren sieht dann vor, dass die drei Szenarien der Kirchenleitung zur Entscheidung vorgelegt werden. Diese schlägt der Synode für die nächste Frühjahrstagung dann einen Entwurf vor. Dieser Entwurf enthält auch die finanziellen, personellen und strukturellen Rahmendaten für die EKHN der Zukunft.


Alles braucht seine Zeit

Die Projektsteuerungsgruppe und das Projektteam hatten wenig Zeit, um die ersten Regionalkonferenzen in einem angemessenen Zeitraum zu organisieren. Das hat zu Unmut geführt. Trotzdem sind sich heute alle am Prozess Beteiligten einig, dass das Projekt ohne diesen engen Zeitrahmen leicht zerfasern würde.

"Immer so weiter" führt in die Krise

Bei der Perspektive 2025 ist das jetzt zunächst einmal anders. Bis jetzt wurde gesammelt, nun wird sortiert und entwickelt. Nur haben die Beobachter des Prozesses, Ulrike Holler, Eva Heinhold-Krug, Gerhard Grandke und Frank-Peter Trümper der EKHN ins Stammbuch geschrieben, dass diese sich dringend auf drastische Veränderungen in Gesellschaft und Kirche einstellen und den notwendigen Veränderungswillen aufbringen müsse. Das "immer weiter so" führe unvermeidlich in die Krise.

Information über die folgenden Phasen

Pfarrer Dietmar Burkhardt