23. Juni 2006

Regionalkonferenz der „Perspektive 2025“ im Bürgerhaus Darmstadt-Wixhausen zum Thema "Wirtschaft"

Statements und Diskussionspunkte

Benisch, l Vergrößerung  
Regionalkonferenz in Darmstadt Vergrößerung  
Diskussionsrunde Vergrößerung  
Gespräch mit Cordelia Kopsch Vergrößerung  
in Darmstadt Vergrößerung  
Fasbender, r Vergrößerung  
Vetter Vergrößerung  
 

Aus den Statements der externen Experten über die Entwicklung der EKHN bis zum Jahr 2025:

  Impulsreferate zum Nachlesen von
  Karl Albrecht von Uthmann (PDF, 21 KB)
Wilfried Vetter (PDF, 90 KB)
Martin Benisch (PDF, 40 KB)

Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternhemerverbände undVerband der Metall- und Elektrounternehmen Hessen:

Die Menschen der Zukunft werden sich auf individuelle und Gruppenverantwortlichkeiten in der Gesellschaft rückbesinnen. Es wird ein Trend hin zu Familien- und Kleingruppenstabilisierung einsetzen. Kirche hilft bei der Organisation dieser Prozesse.


Karl Albrecht von Uthmann, Diplomkaufmann und Management Consultant:

Kirche organisiert in der Zukunft verstärkt Zielgruppenorientierte Gottesdienste für nahe und ferne. Sie ist relevanter Ansprechpartner in der Gesellschaft und leistet Unterstützungsdienste für Familien.


Dr. Wilfried Vetter, Mediziner, ehemaliger Leiter der Personalabteilung des Pharmaunternehmens Merck:

Zum Prozeß 2025: „Legt euch nicht für 20 Jahre fest!“

Zur Zukunft von Kirche: Sie muss schlankere Hierarchien bekommen. Zwischen Kirchenvorstand und Synode gibt es 12-13 Hierarchiestufen, sagt Vetter.
Gottesdienste müssen ansprechender werden. Die Wirkung von Kirche auf Gesellschaft muss sich erhöhen.


Martin Benisch, Jurist, Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank:

  Zum Nachlesen
  Impulsreferat von Martin Benisch (PDF)

Kernaufgaben von Kirche sind der Missionsbefehl aus Matthäus 28: Gehet hin in alle Welt...
Und die Kernkennzeichen von Kirche aus der Apostelgeschichte 2, 42: „Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet“.
Am wichtigsten ist die Kommunikation mit den Mitgliedern und nach aussen.

 

Aus der Diskussion:

  • Hat die EKHN ein Erkenntnisproblem oder ein Umsetzungsproblem?
  • Entscheidungsprozesse dauern zu lang
  • Braucht die EKHN einen Relaunch?
  • Kann sich Kirche die derzeitige steile Hierarchie auf Dauer leisten?
  • Strukturen in Verwaltung und Organisation müssen schon jetzt vereinfacht werden.
  • Geht es uns noch viel zu gut, als dass wir ernsthaft daran dächten uns ändern zu müssen?
  • Wir müssen auch Szenarien überlegen, die als davon ausgehen, dass es keine Kirchensteuer mehr gibt. Für welche Angebote sind die Menschen bereit, Geld zu geben?
  • Weg von Defizitbeschreibungen hin zu Verheissungen!
  • Kirche sollte familienersetzende Vernetzungsangebote machen.
  • Kirche sollte einen dynamischen Gemeindebegriff entwickeln: „Gemeinde ist, wo ich mich wohlfühle.“
  • Kirche muß vorbildlich mit der eigenen Arbeitnehmerschaft umgehen. Die kirchlich-diakonische Arbeitsvertragsordnung zeigt kein gutes Wertesystem (Benachteiligung der kleinen Einkommen).
  • Qualität und Erfolg der Arbeit von Kirche muss messbar sein.
  • Bitte effektiver diskutieren und Zeit für das Evangelium gewinnen
  • Sollten Kirchensteuerzahler nicht bevorzugt werden?
  • Vergesst vor lauter Managementsprache nicht die Sprache des Glaubens!

Pfarrer Dietmar Burkhardt

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